Freitag, September 17, 2021
StartKryptowährungenAnkara schlägt zu – Ein ernsthafter Seitenhieb gegen den Bitcoin?

Ankara schlägt zu – Ein ernsthafter Seitenhieb gegen den Bitcoin?

In einem Regierungspapier verkündet die türkische Notenbank einen neuen Gesetzesentwurf, das bereits ab dem 30. April jegliche Zahlungen mit dem Bitcoin und anderen digitalen Währungen verboten werden soll. Wird sich das auf den Kurs des Bitcoin auswirken? Was steckt dahinter?

Was sagt uns die Gesetzesvorlage der türkischen Notenbank?

Nach dem Entwurf der türkischen Notenbank soll lediglich der Handel mit Kryptowährungen untersagt werden. Wie das kontrolliert und letztendlich rechtlich durchgesetzt werden werden soll, bleibt offen. Gemeint ist also offensichtlich lediglich die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen. Dahinter steckt vermutlich nicht nur ein Steuerproblem, sondern auch ein befürchteter staatlicher Kontrollverlust. In der Gesetzesvorlage wird kein Verbot des Besitzes digitaler Währungen erwähnt. Damit soll also der Zahlungsverkehr komplett verboten werden, Finanztransaktionen als Anlageobjekt aber nicht.

Was bedeutet das für die türkische Volkswirtschaft?

Die türkische Lira soll alleiniges Zahlungsmittel in der Türkei sein. Die türkische Notenbank will also mit dem Entwurf der verschärften Regulierung den Abwärtstrend der türkischen Lira aufhalten. Mit dem künftigen Regulierungsgesetz soll eine freie Entwicklung des Marktes verhindert werden. Da kann auch das Geschwätz von einer angeblich gefährlichen „Parallelwirtschaft“ nicht hinwegtäuschen. Die Existenz von Dienstleistern der Kryptobranche ist damit nicht gefährdet.

Was bedeutet das für den Kurs der Kryptowährungen?

Ein Kursverlust ist nicht zu erwarten. Ein paar vorzeitige Gewinnmitnahmen sind aber nicht auszuschließen. Am Ende könnte das neue Regulierungsgesetz ein Schuss in die Hose werden. Machen wir uns doch nichts vor: Wenn die Türken ihre Bitcoins im eigenen Land nicht ausgeben können, haben sie zwei Möglichkeiten. Entweder geben sie ihre Kryptowährungen im Ausland aus, oder behalten sie in der Wallet. Wenn aber nur noch gehodlt wird, entsteht zwangsläufig neuer Kursdruck, aber noch oben. Es wird dem Bitcoin nicht schaden.

Ein altes osmanischen Sprichwort sagt:

„Auch wenn die Kojoten am Rande des Weges heulen, die Karawane zieht weiter“

Trader-Stimmen aus der Redaktion

Wenn die Türkei die Zahlung mit Kryptowährungen verbietet, werden die Türken eine Nation von Hodlern. Damit könnten sie allerdings sehr reich werden. Nach wie vor ist der Kryptomarkt derzeit ein Bullenmarkt. Es ist eher ein Versuch Kryptowährungen zu manipulieren. Ähnliches hat China in der Vergangenheit auch schon versucht. Vermutlich werden die Banker der türkischen Nationalbank nun fleißig selbst in Bitcoin investieren und vom künftigen Kursanstieg profitieren.

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