Donnerstag, Mai 26, 2022
StartFinanzen/SteuernKann der Iran mithilfe von Bitcoins die Sanktionen umgehen?

Kann der Iran mithilfe von Bitcoins die Sanktionen umgehen?

Möglicherweise könnte der Iran, welcher aufgrund der gegen ihn erwirkten Sanktionen, vom internationalen Finanzmarkt ausgeschlossen ist, seine wirtschaftliche Lage durch das Flaggschiff der Kryptowährungen retten und die Sanktionen umgehen. Eine Gruppe rund um den iranischen Präsidenten Rohani, hat das während eines Brainstormings auf jeden Fall für möglich erachtet.

Wie sieht der Plan aus ?

Das Nachrichtenportal Iranwire hatte am 02.03.2021 berichtet, dass die Denkfabrik rund um Präsident Rohani einige Felder genannt hat, wodurch das Regime seiner Wirtschaft etwas gutes tun könnte.

Nach expliziten Berechnungen kamen sie zu dem Ergebnis, dass sie durch den Handel mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen, zwei Millionen US-Dollar an täglichen Mehreinnahmen und 700 Millionen US-Dollar an jährlichen Mehreinnahmen generieren könnt. Eine besondere Rollen soll dabei wohl vor allem, das Minen von Kryptowährung spielen.

Warum erhielt der Iran die Sanktionen?

Aufgrund des neuen Atomprogramms des Irans, sah die internationale Gemeinschaft der Länder einen Verstoß gegen ihr Atomabkommen, wodurch sie sich zu den Sanktionen entschieden. Seither ist der Iran vom internationalen Wirtschaftsgeschehen nahezu vollständig ausgeschlossen.

Kryptominig nutzen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen

Die Brainstorminggruppe empfahl dem Präsidenten, die bereits bestehenden Mining-Anlagen kontrolliert und stetig auszubauen. Nicht nur um die wirtschaftliche Lage des Landes mithilfe von Kryptowährungen zu stärken sondern auch, damit viele neue Arbeitsplätze geschaffen würden. Es müssten dann einige Menschen, in den Bereichen, Energieversorgung, Instandhaltung, Instandsetzung und auch für den Miningbereich selbst eingestellt werden.

Vorschlag trifft in Bevölkerung und Medien auf wenig Zustimmung

Da es im Iran immer stellenweise immer häufiger zu Stromausfällen kommt, fällt die Zustimmung für diesen Vorschlag in Bevölkerung und Medien sehr gering aus. Unter anderem das iranische Medienportal IranWire äußert sehr starke Vorbehalte gegen den Vorschlag der Regierung.

Fazit:

Ob es dem iranischen Regime gelingt, mithilfe großer Krypto-Farmen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage zu retten bleibt abzuwarten. Man hat jedoch in der Vergangenheit gesehen, dass die Vorschläge der Regierung, welche auf so wenig Zustimmung in der eigenen Bevölkerung stießen, bisher nicht funktioniert haben. Sollte es jedoch tatsächlich funktionieren, wäre das ein harter Dämpfer gegenüber der amerikanischen Regierung, welche die Sanktionen gegen den Iran 2018 nach dreijähriger Pause wieder einführten.

Christopher Schmitz
Christopher Schmitz ist seit 2019 als freiberuflicher Texter tätig und beschäftigt sich seit 2016 bereits privat wie beruflich mit den Themen Kryptowährung, Online-Börse, Charterstellung sowie Handel und Nutzung von Kryptowährung. Getreu seinem Motto, „Wenn du nicht weißt wie du es erklären sollst, dann schreib es auf.“ nutzt er seine Texte um seinen Mitmenschen etwas zu erklären oder sie zu informieren. Nach der Veröffentlichung eines Ratgebers im Bereich Kryptowährung und zwei Jahre als freiberuflicher Berater eines mittelständigen Unternehmens, arbeitet er seit 2021 für Cryptojoey. Seit April 2021 ist er der Chefredakteur von Cryptojoey.
RELATED ARTICLES

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Most Popular

Recent Comments