Mittwoch, November 30, 2022
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Ein weiterer Meilenstein für die IOTA Smart Contracts

Die Veröffentlichung einer Alpha-Version der Smart Contract Protocols (ISCP) von IOTA stellt einen beachtlichen Meilenstein bei der Implementierung der Smart Contracts in IOTA dar. Im Vergleich zur vorherigen Pre-Alpha-Version sind wesentliche Verbesserungen sichtbar.

Die Pre-Alpha-Version des IOTA Smart Contract Protocols (ISCP) hat IOTA bereits im Oktober 2020 vorgestellt. Nun wurde aber ein neuer Meilenstein und somit weitere Fortschritte sowie eine stabilere Version verkündet. So sollen mit IOTA ab sofort auch Smart Contracts kompiliert und ausprobiert werden können. Mit IOTA werden Smart Contracts nun ab sofort für dezentrale Anwendungen wie zum Beispiel für Non-fungible Token (NFT) oder Dezentralized Finance (DeFi) getestet.

Zu welchen Änderungen es mit der Alpha-Version des ISCP kommt

Mit der Einführung der Alpha-Version wird die Zukunftsvision eines Multi-Chain-Netzwerkes verfolgt. Dabei laufen mehrere Blockchains parallel zueinander. Die Smart Contracts laufen hingegen innerhalb dieser “Subnetzwerke”. Auf diese Weise unterscheidet sich IOTA zum chronisch überlasteten Ethereum (1.0) durch die Tatsache, dass nicht jede Smart Contract Operation vom kompletten Netzwerk abgesegnet werden muss.

Damit die Transaktionen bestätigt werden können, wird ein Set an Validatoren bestimmt. Dafür sorgen die Subnetzwerke  beziehungsweise die Smart Contract Blockchains, die auf IOTA aufsetzen. In Abhängigkeit vom bestrebendem Grad der Dezentralisierung sind mehrere Varianten vorhanden, um die Validatoren zusammenzusetzen.

Damit der Status einer Chain validiert werden kann, haben die Erzeuger der Subnetzwerke zum Beispiel die Möglichkeit, lediglich ihre selbst betriebenen Nodes einzusetzen. Die Etablierung eines Konsortiums von Partnern ist hingegen eine weitere Möglichkeit. Hierbei geht es darum, dass die Validator Nodes eines Subnetzwerkes gemeinsam von den Partnern betrieben werden. Darüber hinaus soll ein “offener Markt” vorhanden sein. Aus diesem sollen für die Gründung des Subnetzwerk-Komitees Validatoren rekrutiert werden. Der Status der Subnetzwerke wird von den Komitees überwacht und an das Basis-Layer beziehungsweise das Tangle kommuniziert. Beim IOTA-Tangle handelt es sich um eine andere Form der Distributed-Ledger-Technologie und nicht um eine Blockchain. Unter allen Transaktionen, die im Subnetzwerk stattfinden, sorgt das Tangle für ihre letzte Finalität.

IOTA Smart Contracts bis dato nur in der Testphase

Die IOTA Foundation hat in ihrem Blog darauf hingewiesen, dass sich das ISCP bis dato nur in der Testphase befindet. Um Experimente mit dem IOTA Smart Contracts Protocol durchführen zu können, steht lediglich das Testnetzwerk “Pollen” zur Verfügung.

Wie IOTA ohne den Koordinator beziehungsweise das wichtigste Steuermodul auskommt, wird im Testnetzwerk “Pollen” geprüft. Denn seit langen wird daran gearbeitet, den Koordinator zu beseitigen. Das Beseitigen des Koordinators deutet auf den Namen Coordicide für IOTA 2.0 hin. Bis zum Release von IOTA 2.0 sollen bei Wasm und ISCP bemerkenswerte Besserungen stattfinden. Dabei handelt es sich im Prinzip auf die Node-Software, auf der das IOTA Smart Contract Protocol letztendlich laufen soll.

Um die Integrierung des ISCP wird sich dort aber auch weiterhin GoShimmer-Knoten kümmern. Diese Aufgabe wird allerdings von der Knotensoftware Wasm übernommen.

Weiterentwicklung von ISCP

Im weiteren Verlauf soll sich IOTA auf die Fortentwicklung konzentrieren und die Funktionalität von ISCP erweitern. Das soll zur Entstehung von Blockchain-übergreifenden Brücken führen. Dadurch sollen Anwendungen im DeFi-Sektor möglich gemacht werden. Hierzu werden automatisierte Market Maker Protokolle (AMM) wie Uniswap und dezentrale Handelsplattformen (DEX) gezählt werden. Des Weiteren soll das ISCP die Ethereum Virtual Machine (EVM) beziehungsweise die Programmierumgebung von Ethereum unterstützen. Dies würde die Übertragung der Smart Contracts, die in Solidity, der Programmiersprache von Ethereum, geschrieben wurden, auch auf IOTA gewährleisten.

Fazit

Durch das Veröffentlichen der Alpha-Phase von ISCP erreichte IOTA einen weiteren Fortschritt auf dem Weg zum IOTA 2.0. Das Einrichten von Validierungsausschüssen zum Überprüfen der Transaktionen und die Implementierung von Subnetzen weisen auf eine aussichtsvolle Zukunft hin. Demzufolge schafft es IOTA gezielt, auf den hart umkämpften Smart-Contract- und De-Fi-Markt vorzudringen. Dennoch haben sie einen langen Weg vor sich, zumal auch die Konkurrenz nicht schläft.

Alisa Bekric
Alisa Bekric hat ein Germanistikstudium absolviert und arbeitet als Deutschlehrerin und Gerichtsdolmetscherin. Getreu ihrem Motto „Trau Dir Alles zu und Du kannst die Besten übertreffen“ begann sie 2015 ihre Tätigkeit als Auftragstexter für Kryptoinvestment. Seit 2018 widmete sie sich schwerpunktmäßig den Themen der digitalen Währungen, insbesondere dem Bitcoin. Kryptowährungen und die damit verbunden wirtschaftliche Konsequenzen sind heute der Hauptinhalt ihrer Arbeit als Autor im Radaktionsteam.
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