Dienstag, November 30, 2021
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Das Militär in Venezuela setzt eine Bitcoin-Mining-Farm in Betrieb

Die venezolanischen Streitkräfte starten eine Mining-Farm. Mit seinen Aktivitäten rund um die Kryptowährung hat Präsident Maduro das Ziel, vor allem die US-Sanktionen zu umgehen. 

In Venezuela sind Kryptowährungen weit verbreitet. Der wichtigste Grund dafür ist die Tatsache, dass hier eine enorm hohe Inflation herrscht. Mit Bitcoin kann man hier sogar in der Restaurantkette Pizza Hut zahlen. Vor zwei Jahren lancierte der Staat unter Präsident Maduro sogar die eigene Kryptowährung Petro. Da weite Teile der Population gar keinen Zugang zu Petro haben, hält sich der Erfolg in Grenzen. 

BTC-Mining ohne Nutzen

Die venezolanische Regierung kam nun auf eine neue Idee, um solvent zu bleiben. In diesem Sinne ist das Militär künftig für das Bitcoin-Mining zuständig. Ein Video auf Instagram zeigt, wie das neue “Digital Assets Production Center” von der Armee eingeweiht wird. Das Zentrum verfügt über entsprechendes ASIC-Mining-Equipment, welches fürs Lösen von Proof-of-Work-Algorithmen eingesetzt wird. 

Von diesem Projekt hat die Bevölkerung allerdings keinen Nutzen. Mit dem Zentrum sollen sich laut dem General Lenin Herrera unerschlossene Einkommensquellen erschließen. Darüber hinaus soll es eine Alternative zum kontrollierten Treuhandsystem darstellen und somit eine Anspielung auf die Außenhandelspolitik der Vereinigten Staaten sein. Denn gegen das Regime von Maduro und seinen Verbündeten hat die USA etliche Sanktionen verhängt. 

Venezuelas Krypto-Aktivitäten ein Dorn im Auge

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Venezuelas Krypto-Aktivitäten dem US-Militär gründlich gegen den Strich gehen. Auf den fraglichen Einsatz der Kryptotechnik von Maduro hat Admiral Craig Stephen Faller nämlich vor kurzem erst verwiesen. Einem Post auf Instagram nach zu urteilen, hat er den Einsatz sogar mit Terrorismus und Drogenhandel in Verbindung gebracht. Außerdem hat er noch hinzugefügt, dass das US-Militär solche Operationen im Auge behalten wird. 

In der aktuellen wirtschaftlichen Lage von Venezuela will der Präsident wohl mit der Kryptowährung in die Trickkiste greifen. Die Auswirkungen der US-Sanktionen sollen anhand der digitalen Währungen überwunden werden. Davon zeugt ein neuer Gesetzentwurf, den Maduro Ende September vorgestellt hat. Obwohl das BTC-Mining in Venezuela auch für Privatpersonen gestattet ist, regelt man solche Aktivität über einen Regierungs-Pool. Demnach könnte der Staat dafür auch Provisionen kassieren.

Alisa Bekric
Alisa Bekric hat ein Germanistikstudium absolviert und arbeitet als Deutschlehrerin und Gerichtsdolmetscherin. Getreu ihrem Motto „Trau Dir Alles zu und Du kannst die Besten übertreffen“ begann sie 2015 ihre Tätigkeit als Auftragstexter für Kryptoinvestment. Seit 2018 widmete sie sich schwerpunktmäßig den Themen der digitalen Währungen, insbesondere dem Bitcoin. Kryptowährungen und die damit verbunden wirtschaftliche Konsequenzen sind heute der Hauptinhalt ihrer Arbeit als Autor im Radaktionsteam.
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