Dienstag, Oktober 19, 2021
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Finanzminister Scholz zeigt sich wenig aufgeschlossen für Kryptowährungen des privaten Sektors

Auf dem europäischen Bankenkongress hat sich Finanzminister Scholz offen gegen Kryptowährungen im privaten Sektor ausgesprochen. Gleichzeitig hat er die US-amerikanische Regierung dazu eingeladen, sich einem Vorschlag anzuschließen, um die digitalen Währungen zu bekämpfen.  Wird Deutschland nun das digitale Wettrüsten verlieren?

Olaf Scholz, Finanzminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland, hat sich laut einem Bericht von Reuters öffentlich gegen private digitale Währungen ausgesprochen. Mit der Digitalisierung des Geldsystems muss das deutsche Bankensystem auf jeden Fall mithalten so Scholz. Er ist der Meinung, dass digitale Währungen des privaten Sektors keine Rolle dabei spielen sollten.   

Wie Scholz gegen private Kryptowährungen vorgeht

Am 20. November verdeutlichte er den Abgeordneten auf dem europäischen Bankenkongress in Frankfurt, dass Kryptowährungen wie der JPMorgan Coin oder Libra von Facebook mit Risiken einhergehen. Diese dürfte man nicht außer Acht lassen. 

Dieser Kongress gehört zu einem der renommiertesten im Bereich des Finanzwesens und existiert seit 1991. Sein Ziel ist es, ein Forum für Diskussionen in puncto Finanzen und Politik zu Verfügung zu stellen. Inzwischen treffen sich hier hochrangige Vertreter aus Politik, Finanzen, Wissenschaft und Wirtschaft.

Scholz geht allerdings nicht nur mit seiner Rede gegen die Bekämpfung privater Kryptowährungen vor. Er hat die Regierung des US-Präsidenten Joe Biden eingeladen, sich dem Vorschlag von Deutschland und Frankreich anzuschließen. Dieser zielt auf die Bewältigung der Risiken von Kryptowährungen des privaten Sektors. 

Hält Deutschland mit Scholz im digitalen Wettrüsten mit?

In Berlin tut man schon seit langem sein Bestes, eine Zusammenarbeit mit internationalen und europäischen Verbündeten herzustellen. Dadurch will man vermeiden, dass digitale Währungen zu parallelen Währungen des regulären Finanzsystems werden. Ungeachtet eines Gesetzentwurfs zur Einführung von elektronischen Wertpapieren ist die genaue Umsetzung noch unklar. 

Infolge der nachlässigen Regulierung der digitalen Währungen wurden die Gesetzgeber schon öfter kritisiert. Kritik gab es unter anderem vom Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, Bitkom. Für die Blockchain-Strategie der Regierung hat man hier schon vergangenes Jahr einen konkreten Umsetzungsplan gefordert. Es ist eine eindeutige rechtliche Grundlage nötig, damit das Bitcoin-Ökosystem in Deutschland gesund wachsen kann.

Alisa Bekric
Alisa Bekric hat ein Germanistikstudium absolviert und arbeitet als Deutschlehrerin und Gerichtsdolmetscherin. Getreu ihrem Motto „Trau Dir Alles zu und Du kannst die Besten übertreffen“ begann sie 2015 ihre Tätigkeit als Auftragstexter für Kryptoinvestment. Seit 2018 widmete sie sich schwerpunktmäßig den Themen der digitalen Währungen, insbesondere dem Bitcoin. Kryptowährungen und die damit verbunden wirtschaftliche Konsequenzen sind heute der Hauptinhalt ihrer Arbeit als Autor im Radaktionsteam.
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