Dienstag, November 30, 2021
StartKryptowährungenScam oder nicht Scam, das ist hier die Frage

Scam oder nicht Scam, das ist hier die Frage

Der Plus Token wird schon einige Zeit sehr kritisch gesehen. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich dabei um einen Bitcoin-Scam halten soll. Jetzt wurden von dem Plus Token wieder Transaktionen in Millionenhöhe getätigt.

Der Plus Token wird von vielen als einer der größten mutmaßlichen Bitcoin-Scams gesehen. Diesen Titel hat der Token weg. Spätestens, seit es im Juli letzten Jahres zur großen Magier-Nummer der Betreiber kam. Nachdem sie mit ihrem Pyramidensystem mehr als drei Milliarden US-Dollar eingenommen hatten, verschwanden sie, binnen weniger Tage.

Wie kamen sie an die drei Milliarden US-Dollar?

Die Betreiber des Ganzen lockten, mit Rekordgewinnen für Investoren. Die Werbung, wer sein Geld in Plus Token investiert, soll mithilfe von Tradingrobotern sein Geld in relativ kurzer Zeit vervielfachen können. Das allein brachte ihnen schon viele Kunden. Dazu kam dann noch, dass jeder Investor, welcher andere anwarb, Prämien erhalten sollte. Nach kurzer Zeit, zeigte das Marketing-Modell seinen Erfolg. Die Ether-Adressen, welche zu den Betreibern des Tokens gehören, zählen zu den zehn reichsten Besitzern im gesamten Space.

Der Plus-Token versprach, dass die Investoren die Möglichkeiten hätten, bis zu 18% an monatlicher Rendite erhalten. Diese „Zinsen“ sollten dann, auf das dafür vorgesehene Wallet gehen.

Nicht nur Bitcoin und Ethereum

Die Betreiber der Seite erbeuteten jedoch nicht nur Bitcoin und Ether. Eine Reihe von Altcoin konnten sie sich ebenfalls erstellen. Der Analysedienst Whale Alert gab bekannt, dass es am 22.06.2020 eine Transaktion von 26,3 EOS-Token gegeben hatte. Zum derzeitigen Zeitpunkt wäre das Gesamtwert von 67 Millionen US-Dollar.

Man konnte die Wallet, von welcher die Transaktion ausging, bisher leider nicht nachverfolgen. Es soll sich, Medienberichten zufolge, um eine neu erstellte, anonyme Wallet handeln. Wohin genau die EOS-Token jetzt fließen, ist ebenfalls unbekannt.

Experten befürchten, dass es sich hier um eine Art Washing-System handelt, welches von den Betrügern schon mehrfach angewendet wurde. Dabei schieben sie ihre Kryptowährungen immer wieder über verschiedene Wallets, bis sie ihre Spuren so verwischt haben, dass sie keiner nachverfolgen kann.

Dieses System, kam bei ihnen bereits Ende 2019 zum Einsatz. Dort verteilten die Betrüger 20.000 Ether-Token mit 7.722 Transaktionen auf 4.592 Wallets.

Christopher Schmitz
Christopher Schmitz ist seit 2019 als freiberuflicher Texter tätig und beschäftigt sich seit 2016 bereits privat wie beruflich mit den Themen Kryptowährung, Online-Börse, Charterstellung sowie Handel und Nutzung von Kryptowährung. Getreu seinem Motto, „Wenn du nicht weißt wie du es erklären sollst, dann schreib es auf.“ nutzt er seine Texte um seinen Mitmenschen etwas zu erklären oder sie zu informieren. Nach der Veröffentlichung eines Ratgebers im Bereich Kryptowährung und zwei Jahre als freiberuflicher Berater eines mittelständigen Unternehmens, arbeitet er seit 2021 für Cryptojoey. Seit April 2021 ist er der Chefredakteur von Cryptojoey.
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