Das Schweizer Finanzdepartement beauftragt eine befristete Arbeitsgruppe, die sich mit der der Blockchaintechnologie und den Folgen der Kryptowährungen in der Schweizer Eidgenossenschaft tiefgründig befassen soll, um daraus den erforderlichen Handlungsbedarf für den Bundesrat ableiten zu können.

Aufgaben der neuen Taskforce in der Schweiz

Morgen soll sich erstmals, die im Dezember gegründete, Arbeitsgruppe zur Sondierung der Arbeitsaufgaben. Damit reagieren die Bundesbehörden in der Schweiz auch auf den unverkennbaren Boom der Kryptowährungen Bitcoin und Ether mit den Coin Offerings (ICO) in allen gesellschaftlichen Bereichen der Schweiz. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sollen prüfen, in welchen Sektionen der Wirtschaft für die Schweizer Behörden ein objektiver Handlungsbedarf besteht. Die Führung dieser Arbeitsgruppe obliegt dem eidgenössischen Finanzdepartement, kurz EFD genannt. Die künftigen Mitglieder dieser Taskforce sind derzeit noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass auch kompetente Branchenvertreter dabei sein sollen, da die Angelegenheit offenbar nicht nur in finanzpolitischer Hinsicht, sondern auch in ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung betrachtet werden soll. Es wurde auch deutlich gemacht, dass Die Blockchaintechnologie nicht nur bei Kryptowährungen Anwendung findet, sondern für viele Bereiche in der Wirtschaft eine wesentliche Rolle spielen könnte. Die Taskforce soll nunmehr Klarheit schaffen, welche Bereiche dafür sinnvoll sind und in welchem rechtlichen Rahmen das realisiert werden kann.

Der Blockchainstandort Schweiz

Der Zuspruch zur Blockchaintechnologie und das Interesse an Kryptowährungen ist in der Eidgenossenschaft breit aufgestellt. Die Alpenrepublik hat sich weltweit zu einem der erfolgreichen Staaten entwickelt und ist aus der europäischen Kryptoszene nicht mehr wegzudenken. Der Bitcoin und einige andere Kryptowährungen werden zunehmend anerkannt und genutzt. Dabei wird der Bitcoin gegenwärtig eher als Anlagewert und weniger als Währung gesehen. Doch mit diesen Ansichten stehen die Eidgenossen ja keineswegs allein in Europa. So hat ein regelrechter Run auf Begriffe, wie „Kryto Valey“ oder „Blockchainhauptstadt“ eingesetzt, wenn man der Schweizer Fachpresse Glauben schenken darf. Dabei nimmt die kleine Gemeinde Zug mit ihren etwa 6300 Einwohnen eine besondere Stellung ein. Hier hat sich die „Krypto Valley Association“ konstituiert, die sich, mit Kantonsunterstützung, das erklärte Ziel gesetzt hat, in der Schweiz ein Ökosystem auf Blockchainbasis zu etablieren, was weltweit führend sein soll. Selbst Steuerzahlungen können in Bitcoin getätigt werden, was auch bald in Luzern möglich sein soll. In Luzern akzeptiert die weltweit erste Hochschule den Bitcoin als Zahlungsmittel. Weitere Beispiele sind in Schweizer Medien nahezu täglich zu lesen. Derartige Initiativen sind in Deutschland bisher nur privatwirtschaftlich zu erkennen, was sich bis zu einer Regierungsbildung auch nicht ändern wird.

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