Mining Control – Chinesische Regierung greift durch

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In China wird das unkontrollierte Mining von Kryptowährungen zunehmend unter staatliche Kontrolle gestellt. Nach dem Handelsverbot mit Kryptowährungen und ICOs war dieser Schritt durchaus zu erwarten. Aufgrund des besonderen politischen Status der Volksrepublik China ist ein hartes Durchgreifen durchaus zu erwarten.

Ein völlig anderes Demokratieverständnis führt in China zu ganz eigenen Machtverhältnissen

Beim Betrachten von wirtschaftlichen Entscheidungen der chinesischen Regierung sind einige politische Strukturen von Bedeutung, die den westlichen Demokratien wesensfremd sind. Es herrscht eine einzige politische Partei, die Kommunistische Partei Chinas, die alle Fäden in der Gesellschaft in der Hand hält. Was die Parteiführung beschließt, ist zugleich unmittelbar und umfassend gültig. Die Regierung hat lediglich die Aufgabe, die Beschlüsse der kommunistischen Parteiführung gestalten und durchzusetzen. Der Gestaltungsspielraum hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert, kann aber einen festen Rahmen nicht sprengen. Wenn die chinesische Parteiführung nun sagt, dass Kryptowährungen dem chinesischen Volk schaden, dann haben Kryptowährungen in China vorerst keine Chance, es sei denn, die politischen Machtverhältnisse ändern sich, oder die bestehende Parteiführung gelangt zu neuen Einsichten. Doch das geschieht in China nicht all zu oft, zumal die wirtschaftlichen Erfolge Chinas nicht von der Hand zu weisen sind.

Die Ereignisse der letzten Monate

Bekanntlich wurde in China der Handel mit Kryptowährungen, bereits vor Monaten, regelrecht verboten. Das hatte zur Folge, dass sich die ehemals führenden Kryptobörsen Chinas, OKCoin und Huobi, in Hongkong neu firmiert haben und jetzt als OKEx und Houbi Pro auftreten. Dies ist aufgrund des derzeitigen wirtschaftlichen Sonderstatus möglich. Zeitgleich wurde auch der Handel mit jeglichen ICOs in China verboten. Das Mining wurde noch nicht vollkommen verboten, dass es sich mehrheitlich um ausländische Unternehmen oder zumindest um Firmen mit ausländischen Beteiligungen handelt. Diese Miningfirmen unterliegen nun aber knallharten staatlichen Kontrollmaßnahmen, worauf hin bereits verschiedene Unternehmen angekündigt haben, ihren Geschäftsbereich in andere Länder zu verlagern. Offensichtlich ist es auch das Ziel der Behörden, die Miningunternehmen aus China zu vertreiben. Angeblich geht es um das Vermeiden des hohen Energiebedarfs, aber das hat doch in China noch nie eine Rolle gespielt.   

Tendenzen für das Mining der Kryptowährungen

Allen Unkenrufen zum Trotz wird es wohl keine nennenswerte Unterbrechungen beim Mining von Kryptowährungen geben. Die großen Miningunternehmen orientieren sich bereits neu am Markt. Dabei gelangen immer mehr Regionen in den Fokus, in denen natürliche Energieaufkommen, wie Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie vorhanden sind. Diese Energieumwandler werden ja bekanntlich oftmals nicht voll ausgelastet, da die Übertragungsleitungen in andere Regionen einfach fehlen. Die bisher nicht genutzten Kapazitäten künftig für das Mining einzusetzen, scheint doch durchaus sinnvoll zu sein. Kanada, die Vereinigten Staaten von Amerika und Island sind schon im Gespräch. Basis der Entscheidungen zu künftigen Standorten werden neben den Energiepreisen sicher auch stabile wirtschaftspolitische Verhältnisse sein. Wie sich die Umgestaltung der Miningprozesse auch gestalten wird, Bitcoin und Konsorten werden ihren Weg finden.

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