Souveräner Vormarsch des Bitcoin im Iran

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Kann der Bitcoin die iranische Bevölkerung ernsthaft vor Schäden der Wirtschaftskrise im Iran bewahren? Diese Frage wird angesichts der zugespitzten Lage in Teheran immer stärker diskutiert und weltweit von zahlreichen Medienvertretern beobachtet. Ob sich der Bitcoin in dieser Situation behaupten kann, ist derzeit noch unklar.

Angespannte wirtschaftspolitische Lage im Iran

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran auf die Tagesordnung gesetzt. Vonseiten der amerikanischen Regierung wird dargestellt,, dass die Ursachen dafür allein im Raketenprogramm des Iran liegen und nichts mit den aktuellen Protesten der Regierungsgegner in Teheran zu tun haben. Weitere Gründe aus US-amerikanischer Sicht seien die permanenten Verletzungen der Menschenrechte im Iran. So hat Donald Trump jetzt fünf iranische Institutionen auf die Liste der Sanktionen gesetzt, denen die Mitwirkung am iranischen Raketenprogramm vorgeworfen wird. Im Rahmen der neuen Sanktionen werden die Vermögen dieser fünf Organisationen eingefroren. Darüber hinaus wird allen Firmen und Privatpersonen, die in den Vereinigten Staaten von Amerika ansässig sind, verboten, mit diesen fünf Institutionen Geschäfte zu vereinbaren.

Kann der Bitcoin die Probleme im Iran lösen?

Aufgrund einer stagnierenden Wirtschaft breiteten sich massive Proteste in vielen Regionen Irans aus. Der allgemeine Niedergang der Wirtschaft wird von steigenden Kosten für Grundbedürfnisse der Bevölkerung begleitet. Die Regierung griff zu drastischen Maßnahmen gegen die eigene Bevölkerung. Die Entsendung von Truppen zur Niederschlagung der Revolten wurde von der Regierung in Teheran damit begründet, das die Demonstranten vom Westen aufgehetzt wurden, die Regierung zu stürzen. Begleitet wurden die militärischen Maßnahmen von Blockaden mehrerer Internetnetzwerke und Nachrichtendienste. Erstaunlich ist dabei, dass trotz der technischen Blockaden und Zensuren aus Teheran, die Akzeptanz des Bitcoin rasant ansteigt. Vermutlich wendet sich die Bevölkerung aus Angst vor einer Inflation der iranischen Landeswährung Rial, verstärkt dem Bitcoin zu. Es ist schon bemerkenswert, dass der Handel mit dem Bitcoin im Iran seit der Wintersonnenwende auf sagenhafte eintausend Prozent angestiegen ist.

Kommt ein Verbot des Bitcoin im Iran?

Die chaotischen Verhältnisse im Iran scheinen eine regelrechte Euphorie für den Bitcoin und den Monero zu entfesseln. Der Monero wird meist neben dem Bitcoin verwendet, da bei ihm eine höhere Anonymität möglich ist. Offenbar entwickelt sich zunehmend zu den Kryptowährungen ein höheres Vertrauen, als in die Landeswährung. Sicher wird die Regierung diese Vorgänge aufmerksam verfolgen, hat aber bisher noch keine erkennbaren Gegenmaßnahmen unternommen. Verbote sind natürlich nicht auszuschließen, würden aber möglicherweise ins Leere schießen, da große Teile der iranischen Bevölkerung vermutlich durchaus in der Lage sind, sich möglichen Kontrollen zu entziehen und sicher erfolgreich mit der Anonymität umgehen können. Aber vielleicht sind ja auch keine Verbote geplant, um das wirtschaftliche Leben nicht komplett lahmzulegen. Auch wenn Verbote noch unklar sind, eines ist sicher: Es wird eine echte Bewährungsprobe für Kryptowährungen im Iran geben. Dabei ist es unerheblich, ob der Bitcoin oder der Monero im Vordergrund steht. Wenn sich die Lage in der iranischen Gesellschaft weiterhin negativ entwickelt, ist eine Verstärkung des Vertrauens in die Kryptowährung zu erwarten. Und genau für die Bewältigung solcher tief greifenden Finanzkrisen ist der Bitcoin ja einst geschaffen worden. Dass er heute oft als obskures Objekt für Spekulanten diffamiert wird, war vermutlich nicht im Sinne der Erfinder. Sicher werden die Grenzen zwischen berechtigter Anonymität und krimineller Illegalität noch lange Zeit ein Streitobjekt sein.

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