Dienstag, November 30, 2021
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Die unsichtbare Achse Caracas-Moskau-London

Eine solche Achse existiert politisch vermutlich nicht, aber im Bezug auf die Einführung nationaler Kryptowährungen haben die Länder Venezuela, Russland und Großbritannien offensichtlich das gleiche Ziel, auch wenn sie vollkommen getrennte Wege gehen. Erste konkrete Maßnahmen sind bereits eingeleitet.Damit könnte den Skeptikern der Kryptowährungen eine entschiedene Abfuhr erteilt werden.

Regierung von Venezuela erlässt Dekret zur Einführung der nationalen Kryptowährung PETRO

In nationalen Medien präsentiert, Nicolás Maduro, der Präsident von Venezuela, ein umfassendes Konzept zur Einführung der weltweit ersten nationalen Kryptowährung. Der Wert des PETRO soll durch fünf Milliarden Barrel Erdöl abgesichert werden. Vor dem Hintergrund, dass sich Venezuela seit einigen Jahren in einer permanenten Wirtschaftskrise befindet, ist davon auszugehen, dass sich die Regierung damit einerseits Kapital beschaffen will und andererseits die Wirtschaftsblockaden der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union entziehen will. Venezuela zählt zu den industriell schwachen Ländern, verfügt aber übe viele Bodenschätze, wie zum Beispiel Erdöl, Erdgas, Gold und Diamanten. Die Bevölkerung des Landes scheint diesen Plänen aufgeschlossen gegenüberzustehen und hat bereits in verschiedene Kryptowährungen investiert. Ob mit der Einführung von Kryptowährungen die wirtschaftliche Krise in Venezuela ernsthaft überwunden werden kann, wird und die Geschichte zeigen.

Russland diskutiert über den  den KryptoRubel

Wladimir Putin, der Präsident Russlands, hat die ernsthafte Prüfung zur Einführung einer nationalen Kryptowährung angeordnet. Dieser KryptoRubel soll von der russischen Zentralbank reguliert und kontrolliert werden. Sicher könnte das der Umgehung westlicher und amerikanischer Sanktionen dienlich sein. Dem globalen Handel mit allen Handelsgütern, nahezu in Echtzeit, würde kaum noch etwas im Wege stehen. Ein Umtausch des KryptoRubel in die bestehende Landeswährung und umgekehrt würde dann problemlos möglich sein. Über eine Absicherung gibt es derzeit noch keine offizielle Verlautbarung. Viele Regelungen zu Detailfragen sind noch unklar. Als sicher gilt jedoch, dass die Vorzüge der Blockchaintechnologien von Seiten der russischen Regierung erkannt wurden. Ja, wer eine funktionierende Regierung hat, ist klar im Vorteil.

London erwägt nationale Kryptowährung parallel zum Britischen Pfund

Die Zentralbank des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland setzt die Untersuchungen zur Einführung eines KryptoPfund fort. Ein Kompetenzteam der Bank of England (BoE) prüft derzeit die besonderen Bedingungen und Umstände, die mit der Einführung einer nationalen britischen Kryptowährung auftreten könnten. Dabei steht die feste Bindung an das bestehende Pfund Sterling außer Zweifel. Die Einführung der britischen Kryptowährung könnte noch im Jahr 2018 objektiv auf der Tagesordnung stehen. Damit werden Finanztransaktionen in unbegrenzter Höhe möglich. Dieser Vorteil wirkt sich besonders im globalen Handel besonders vorteilhaft aus. Vonseiten der britischen Regierung gibt es dazu noch keine offizielle Stellungnahme. Zunächst sind die Fachexperten am Zug, was ja auch vollkommen richtig ist.

Sandocan
Dieser Autor ist seit 2017 als freiberuflicher Publizist für unser Magazin als Redakteur für Digitale Währungen, Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik tätig. "Bitcoin im Einklang mit der Gesellschaft" ist seine Philosophie.
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