Samstag, Dezember 3, 2022
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Plant EUREX die ersten Bitcoinderivate?

DPA zufolge wird in der Chefetage von EUREX ernsthaft über den Handel mit Bitcoinfutures nachgedacht. Aktuell wird das auch im Handelsblatt und der Wirtschaftswoche thematisiert. Allmählich scheint die Realität des Bitcoins auch beim Mainstream im verschlafenen Deutschland angekommen zu sein.

Wer steht hinter EUREX?

Die European Exchabge (EUREX) entstand 1998 aus der Vereinigung der Deutschen Terminbörse (DTB) und Swiss Options and Financial Futures Exchange (SOFFIX) und gehört derzeit zu den größten Terminbörsen auf dem internationalen Finanzmarkt. Im Fokus steht der börsennotierte Handel mit Derivaten und Optionen. Zur Produktpalette gehören einige der liquidesten Aktien-Index-Derivate und Fixed-Income-Derivate, die in Euro denominiert sind. Darüber hinaus ist ein breites Angebot von Derivaten auf einzelne Aktien, Rohstoffe und alternative Anlageklassen in der Angebotspalette zu finden. Der Handel mit Bitcoinderivaten könnte die Palette der EUREX als durch aus weiter abrunden, wenn die Chefetage positiv darüber entscheiden sollte.

Bitcoin wird langsam erwachsen

An den jüngsten Entwicklungen ist unschwer zu erkennen, welchen Stellenwert der Bitcoin künftig erhalten soll. Die einst belächelte Cyberwährung ist erwachsen geworden und entwickelt sich zum rasanten Globalplayer. Gerade hat die weltweit bekannte Chicago Board Options Exchange (CBOE) den Handel mit Bitcoinderivaten eröffnet und damit den Wecker für die EUREX gestellt, schon scheint man nun auch in Deutschland darüber nachzudenken, ob mit dem Bitcoin möglicherweise auch etwas zu verdienen sei. Nun wird sicher mit der bekannten deutschen Gründlichkeit das Für und Wider peinlich genau untersucht. Dabei scheint das größte Problem die extrem hohe Schwankungsbreite des Bitcoinkurses zu sein, was ja auch nicht von der Hand zu weisen ist. Aber vielleicht bringt ja gerade der offizielle Handel mit Bitcoinderivaten etwas Ruhe in das Geschehen?

Sind die Kryptowährungen nun im Vormarsch?

Diese Frage ist aus heutiger Sicht noch nicht klar zu beantworten. Derzeit können über 600 Kryptowährungen eine Marktkapitalisierung vorweisen und über 1000 sollen bereits existieren. Davon werden aber nur die TOP100 ernsthaft beobachtet. Selbst diese Anzahl scheint für den globalen Finanzmarkt aber schon total überzogen zu sein. Der Vorteil der Kryptowährung liegt doch darin, dass sie länderübergreifend von allen genutzt werden kann. Es macht doch absolut keinen Sinn für 180 Staaten 1000 Währungen zu nutzen. Allein darin liegt doch begründet, dass vermutlich ganze fünf bis zehn Kryptowährungen überleben werden, auf keinen Fall mehr, als es Staaten auf der Erde gibt. Offensichtlich hat sich der Bitcoin bereits als digitale Leitwährung etabliert, was ja unschwer zu erkennen ist. Eines ist allerdings 100%ig sicher: Uns steht eine spannende Zeit bevor.

Sandocan
Dieser Autor ist seit 2017 als freiberuflicher Publizist für unser Magazin als Redakteur für Digitale Währungen, Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik tätig. "Bitcoin im Einklang mit der Gesellschaft" ist seine Philosophie.
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