Samstag, Dezember 3, 2022

Was tun?

Diese Frage gewinnt in der Finanzbranche immer mehr an Bedeutung. Der Bitcoin surft auf der Zehntausender-Marke und niemand kann mit Bestimmtheit sagen, wohin der Kurs läuft. Wird er weiter steigen oder bald sinken. Entwickelt sich der Bitcoin zur digitalen Leitwährung oder wird alles, wie ein Kartenhaus zusammenbrechen?

Selbsterkenntnis als Basis des eigenen Handelns

Fakt ist, dass beim Start des Bitcoin niemand einen Kurs von über 10.000 US-Dollar erwartet hätte. Über die Jahre drifteten die Meinungen immer weiter auseinander, und dennoch ist es geschehen. Bis heute ist der Bitcoin, langfristig gesehen, in sich stabil, wobei erhebliche Kursschwankungen zu verzeichnen sind, dabei aber der „Flash Crash“ ebenfalls immer weiter gestiegen ist und nun schon bei etwa 8.000 USD liegt. Wenn die bisherige Entwicklung annähernd so weitergeht, wird in ein paar Jahren die Zwanzigtausender Marke objektiv auf der Tagesordnung stehen, ob das einigen Leuten passt oder nicht. Jetzt kommt es darauf an, die eigene Position zu finden und die eigene Haltung zu erkennen, um daraus eine persönliche Strategie zu entwickeln.

Möglichkeiten für dem Umgang mit Kryptowährungen

Wer nicht an die Zukunft des Bitcoin oder Ethereum glaubt, wird die Kryptowährungen einfach ignorieren und so weiterleben, wie bisher. Optimistische Investoren könnten teile ihres Kapitals entweder langfristig anlegen oder sich als feuriger Trader betätigen. Wer wenig Eigenkapital riskieren kann, könnte sich mit dem Mining befassen, wie einst die Goldgräber am Klondike. Auch die Zocker, die sich zwischen reinen Glücksspielen und den Daytradern bewegen, seien hier genannt. Es kommt nun darauf an, mittels Selbsterkenntnis den eigenen, ganz persönlichen Weg zu finden. Es gibt keine feste Regel für den richtigen Weg. Jede/r muss das selbst erkennen und danach handeln. Dabei ist es durchaus legitim, mehrere Möglichkeiten gleichzeitig zu ergründen. Bei allen Wegen steht am Anfang eine gründliche Recherche zu Kryptowährungen und finanztechnischen Belangen.

Der Skeptiker

Wer Vertrauen zu digitalen Währungen hat, lässt am besten die Finger davon und überlässt Anderen das Handeln. Dieses Ignorieren kann genau richtig sein, wenn sich Kryptowährungen in Zukunft nicht durchsetzen und einfach als Hirngespinst auflösen. Sollten die Kryptowährungen dennoch das Zahlungsinstrument der Zukunft werden, ist das auch nicht schlimm, denn wenn es so weit ist, kann immer noch ein Umtausch erfolgen. Ob daraus ein Vorteil entsteht, oder ein Nachteil wirken wird, ist heute ohnehin nicht absehbar, da es von vielen Begleitumständen abhängig ist. Skeptiker von Währungen werden immer auf Sachwerte setzen und sind, historisch gesehen damit nicht schlecht gefahren.

Der langfristige Investor

Wer aufgrund der bisherigen Entwicklung des Bitcoinkurses eine langfristige Anlage vorzieht, kann dies auf verschiedenen Portal tun. Einerseits droht hier ein Totalverlust, da in Krisensituationen selten ein kurzfristiger Zugriff möglich ist. Bei positivem Ausgang sind jedoch, ohne jeglichen Stress, erhebliche Gewinne möglich. Vom Totalverlust bis zum Höchstprofit ist alles möglich. Daher sollt nur investiert werden, wenn ein totaler Verlust locker verkraftet werden kann. Langfristiges Investment ist also nur sinnvoll, wenn ausreichend Investitionskapital vorhanden ist. Zeit ist hier kaum erforderlich, nur Geld muss ausreichend vorhanden sein.

Der Trader

Trader haben rechtes Vertrauen in langfristige Anlagen und wollen täglich alles unter Kontrolle behalten. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Die Angelegenheit erfordert aber sehr viel Zeit und setzt einige spezifische Kenntnisse voraus. Vorteilhaft wirkt sich aus, dass die Spanne zwischen Höchstkurs und Flash Crash optimal ausgenutzt werden kann. Jedoch ist neben der hohen Gewinnoption auch ein schneller Verlust möglich. Beim erfolgreichen Verlauf zugunsten der Kryptowährungen ist das Trading auf jeden Fall erfolgreich. Im ungünstigen Verlauf ist ein schneller Zugriff möglich, um möglicherweise einen Totalverlust zu verhindern, wenn ein Splitting der Investments sinnvoll eingesetzt wird. Wer also über ausreichend Zeit und Risikokapital verfügt, könnte maximale Profite erzielen oder sein Kapital einbüßen.

Der Miner (Goldgräber)

Das könnte gleichermaßen für einen vorsichtigen Investor und für den „kleinen Mann“ der machbare Weg sein. Diese breite Palette ergibt aus der Tatsache, dass derzeit sowohl Kleinbeträge als auch große Beträge investiert werden können. Hier ist, je nach Anbieter auch ein lukratives Reinvestmanagement möglich. Beim Mining gibt es zweierlei Spekulationen. Das erste Ziel ist es, möglichst viel Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen zu erwirtschaften, was völlig unabhängig von Kurs geschieht. Da das Mining nur langfristig geschehen kann, ist das zweite Ziel logischerweise ein Kursgewinn. Bei Kursgewinn wird sich das Ergebnis deutlich verbessern. Bei gleichbleibendem Kurs, ist dennoch der Ertrag aus dem Mining als Gewinn zu erzielen. Selbst bei Kursverlust sind Gewinn oder Kapitalerhalt durchaus möglich, was aber einen Totalverlust keineswegs ausschließt.

Der Zocker oder Glücksspieler

Zocken und Glücksspiel ist grundsätzlich kein Investment, sondern nur eine sichere Methode, das Eigenkapital zu vernichten. Wenn ein Glücksspieler einen Gewinn erzielt hat, kann er den Gewinn mitnehmen und ihn sinnvoll nutzen. Dann ist er aber kein Zocker mehr, sondern ein Glückspilz. In der Regel wird ein Zocker aber jeden gewonnenen Betrag erneut einsetzen und anschließend wieder verlieren. Die beiden einzigen wirklichen Gewinner von Glücksspielen sind die Betreiber der Glücksspiele und der jeweilige Staat, sonst niemand.

Dieser Artikel stellt keinerlei Anlageberatung dar und dient lediglich der allgemeinen Information zu Kryptowährungen und einigen möglichen Formen des Investments.

Sandocan
Dieser Autor ist seit 2017 als freiberuflicher Publizist für unser Magazin als Redakteur für Digitale Währungen, Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik tätig. "Bitcoin im Einklang mit der Gesellschaft" ist seine Philosophie.
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