Mittwoch, November 30, 2022
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Raiffeisen Bank International erklärt ihren Beitritt zum globalen R3-Netztwerk

Als erste Bank Österreichs trat die Raiffeisen Bank International, als RBI bekannt, dem globalen Netzwerk der legendären Softwarefirma R3 bei. Dieses zukunftsorientierte Netzwerk vereint über 160 Banken, Handelsverbände, Technologieunternehmen und andere Finanzdienstleister aus neun Ländern. Das ist ein erneuter Beweis, dass es ohne Blockchaintechnologie keine erfolgreiche Digitalisierung geben wird.

Welche Rolle spielt R3 als globales Netzwerk?

R3 konzentriert seine ganze Arbeit auf die Entwicklung und Gestaltung von Unternehmenssoftware. Dabei steht die „Distributed Ledger Plattform CORDA“ immer mehr im Mittelpunkt. Das 140-köpfige R3-Team wird von mehr als zweitausend Mitgliedern tatkräftig unterstützt. Darunter befinden sich nicht nur Technologiespezialisten, sondern auch Finanzprofis und Rechtsexperten aus aller Welt. Erst kürzlich wurde der erfolgreiche Abschluss der beiden ersten, von insgesamt drei Abschnitten, in einem „Series A Fundraise“ mit einer Marktkapitalisierung von 107 Millionen US-Dollar signalisiert. CORDA erfüllt nach intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit die höchsten Standards der Finanzbranche und ist auch für andere kommerzielle Anwendungen einsetzbar. RBI wird sich in diesem Rahmen sicher auf die Sektionen Zahlungsabwicklung, Marktkapitalisierung, Handelsfinanzierung und Wertpapierhandel konzentrieren.

Positionierung der RBI in Österreich

Die Raiffeisen Bank International hat ihren Heimatmarkt traditionell in Österreich, wo sie durchaus eine führende Rolle als Kommerzbank und Investmentdienstleister unter Beweis stellen kann. Sie versteht sich als Partner In Mitteleuropa und Osteuropa (CEE), wobei vierzehn regionale Märkte mit Tochterbanken abgedeckt werden. Es werden vielfältige Finanzdienstleistungen, zum Beispiel in den Bereichen Leasing und Vermögensverwaltung, angeboten.  Fast 50.000 Mitarbeiter betreuen weit über 16 Millionen Kunden in mehr als 2.400 europäischen Filialen. In diesem börsennotierten Unternehmen halten die österreichischen Landesbanken Anteile in Höhe von 58,8 Prozent. Innerhalb der Bankengruppe ist die RBI zugleich das Zentralinstitut der Raiffeisenbanken in Österreich und nimmt in dieser Funktion zahlreiche Serviceaufgaben war.

Was verspricht sich die RBI vom R3-Konsortium?

Dazu führte der Generalbevollmächtigte der RBI einige Aufgaben schwerpunktmäßig. So will die Bank mit der Nutzung der Technologieplattform CORDA den Herausforderungen der Zukunft offensiv entgegentreten. Der Presseerklärung sind folgende Kernpunkte zu entnehmen:

  • Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten
  • Geschwindigkeit und Sicherheit der Blockchaintechnologie
  • Anwendbarkeit vorhandener bankinterner Blockchaininnovationen
  • Aufbau einer neuen Infrastruktur mit Blockchainapplikationen

Daraus ist wohl klar erkennbar, dass die Digitalisierungsstrategie der Raiffeisen Bank International auf sicheren Füßen steht und hochgradig motiviert ist, ihrer führenden Rolle weiterhin voll gerecht zu werden.

Was wird uns erwarten?

Wenn heute ein Banker die Vorteile der Blockchaintechnologie nicht erkennen kann, dann hat er wohl die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Vielerorts sind noch Ignoranz und Ablehnung zur Blockchaintechnologie, zu Smartcontracts und Kryptowährungen zu erkennen. Besonders erstaunlich ist, dass ein kleines Land, wie Estland, in Europa beim Einsatz moderner Technologien eine führende Position eingenommen hat und das industriestarke Deutschland auf mittleren zwanziger Plätzen regelrecht herumtorkelt, wenn es um das Beherrschen der Digitalisierung geht. Doch bleiben wir zuversichtlich, denn derzeit beschäftigen sich auch hierzulande zahlreiche Unternehmen mit neuen Blockchaintechnologien und deren Einbindung in die Prozesse des Alltags. Unsere Zeit wird immer schnelllebiger. Die Politiker reden über neue Herausforderungen in einer künftigen technischen Revolution 4.0 und haben gar nicht bemerkt, dass wir schon mittendrin sind. Zum Glück wird technischer und technologischer Fortschritt von Fachleuten gemacht und nicht von Politikern. Und daher kann uns nur Gutes erwarten.

Sandocan
Dieser Autor ist seit 2017 als freiberuflicher Publizist für unser Magazin als Redakteur für Digitale Währungen, Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik tätig. "Bitcoin im Einklang mit der Gesellschaft" ist seine Philosophie.
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